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MAT4HY.NRW bringt Forschung und Industrie zusammen, um Materialien für die massenhafte Produktion von Wasserstoff zu entwickeln.

Die Glove Box (dt. "Handschuhkasten") ist ein Behälter, der hermetisch und gasdicht abgeschlossen ist. Mit ihm kann unter ausschluss von Wasser und Sauerstoff gearbeitet werden.

Bild: Adil Amin
Die Glove Box (dt. „Handschuhkasten“) ist ein Behälter, der hermetisch und gasdicht abgeschlossen ist. Mit ihm kann unter ausschluss von Wasser und Sauerstoff gearbeitet werden. Bild: Adil Amin

Wasserstoff gilt als der Hoffnungsträger der Energiewende. Doch Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen, ist teuer. Der Grund dafür: seltene Edelmetalle, die dafür verwendet werden. Sie werden bislang wegen ihrer besonderen Eigenschaften wie einer hohen Leitfähigkeit oder Korrosionsbeständigkeit als Katalysatoren eingesetzt. Andere Materialien halten den Bedingungen bei der Elektrolyse nicht stand. Um den begehrten Energieträger in großen Mengen zu produzieren, sind alternative Stoffe gefragt. Wissen und Erfahrung, um solche Materialien zu entwickeln, sind in der Metropole Ruhr geballt vorhanden. Die Kooperationsplattform „Materials for Future Hydrogen Technologies“ (MAT4HY.NRW) vereint Forschungsinstitute und Industriepartner*innen, um die vorhandene Expertise zu bündeln und die kostengünstige Wasserstoffproduktion voranzubringen.


Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Energiewende. Für die Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie existieren an den Forschungsstandorten Nordrhein-Westfalens zahlreiche industrierelevante Projekte und Netzwerke, die eine hohe Expertise auf diesem Gebiet erzeugen und abbilden. Es fehlt jedoch bisher an einer übergreifenden Koordination der Erkenntnisse, die zu einer schnellen industriellen Anwendung führt.

Bild: IUTA – Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik

Wasserstoff gilt als der Hoffnungsträger der Energiewende. Doch Wasserstoff per Elektrolyse herzustellen, ist teuer. Der Grund dafür: seltene Edelmetalle, die dafür verwendet werden. Sie werden bislang wegen ihrer besonderen Eigenschaften wie einer hohen Leitfähigkeit oder Korrosionsbeständigkeit als Katalysatoren eingesetzt. Andere Materialien halten den Bedingungen bei der Elektrolyse nicht stand. Um den begehrten Energieträger in großen Mengen zu produzieren, sind alternative Stoffe gefragt. Wissen und Erfahrung, um solche Materialien zu entwickeln, sind in der Metropole Ruhr geballt vorhanden. Die Kooperationsplattform „Materials for Future Hydrogen Technologies“ (MAT4HY.NRW) vereint Forschungsinstitute und Industriepartner*innen, um die vorhandene Expertise zu bündeln und die kostengünstige Wasserstoffproduktion voranzubringen.


Kooperationsplattform MAT4HY.NRW bringt Wissenschaft und Unternehmen zur Industrialisierung der Elektrolyse zusammen

Elektrolysezelle mit Flowfield. Bild: Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning

Die Kooperationsplattform »Materials for future hydrogen technologies« – kurz: MAT4HY.NRW – bringt Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen, um kostengünstige Materialien für die Industrialisierung der Elektrolyse zu entwickeln und dadurch die Wasserstoffwirtschaft in Nordrhein-Westfalen voranzubringen.


MAT4HY.NRW bringt forschende Institute und Industriepartner zusammen, um kostengünstige Materialien für die massenhafte Produktion von Wasserstoff zu entwickeln. Das Land NRW fördert das Projekt, an dem auch das ZBT beteiligt ist.

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreicht Prof. Ulf-Peter Apfel von der Ruhruniversität Bochum den Förderbescheid für das Projekt MAT4HY.NRW. © MKW

Das Ruhrgebiet erlebt einen Strukturwandel von der Steinkohle hin zu Wasserstoff. Um Wasserstoff in großem Maßstab durch Elektrolyse herzustellen, sind derzeit allerdings noch edelmetallhaltige Katalysatoren erforderlich. Kenntnisse und Erfahrung, um erforderliche neue, kostengünstige Materialen zu entwickeln, sind in der Region geballt vorhanden.

Ziel der Plattform Materials for Future Hydrogen Technologies, kurz MAT4HY.NRW, ist es daher, elektrochemisch aktive Materialien zu entwickeln, die durch ihre gute Verfügbarkeit für den großindustriellen Einsatz geeignet sind. Indem teure edelmetallbasierte Katalysatoren abgelöst werden, soll die für die Energiewende benötigte Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse für große Maßstäbe skalierbar gemacht werden.


MAT4HY durch Land NRW gefördert

© MKW

Forschende rund um Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel von der Ruhr-Universität Bochum und CENIDE-Mitglied Prof. Dr. Doris Segets von der Universität Duisburg-Essen, sowie Mitarbeiter:innen des Zentrums für Brennstoffzellentechnik ZBT, des IUTA und der Westfälische Hochschule sind Teil der Kooperationsplattform „Materials for Future Hydrogen Technologies“ (MAT4HY.NRW). Ziel ist es, die für die Energiewende benötigte Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse für große Maßstäbe skalierbar zu machen. Um teure edelmetallbasierte Katalysatoren abzulösen, dazu sollen elektrochemisch aktive Materialien entwickelt werden, die durch ihre gute Verfügbarkeit für den großindustriellen Einsatz geeignet sind.


Kooperationsplattform zu Wasserstoff

© UDE/Nicolas Wöhrl

Das Ruhrgebiet erlebt einen Strukturwandel von der Steinkohle hin zu Wasserstoff (H2). Kenntnisse und Erfahrung, um die erforderlichen neuen Materialen zu entwickeln, sind in der Region geballt vorhanden. Jetzt bringt die Kooperationsplattform MAT4HY.NRW forschende Institute und Industriepartner zusammen. Die UDE ist maßgeblich beteiligt, das Land NRW fördert das Projekt.


Förderung

Bei der Landesförderung geht es um Vernetzung von Forschungsinstitutionen und externen Partnern.

Ministerin Ina Brandes überreicht den Förderbescheid an Ulf Apfel (rechts), Professor für Anorganische Chemie und technische Elektrochemie an der Ruhr-Universität Bochum und Konsortialführer des Projekts „Materials for future hydrogen technologies“, kurz MAT4HY.NRW. © MKW

Wasserstoff für die Energiewende in großem Stil herstellen, Wasser nachhaltig nutzen und aus Service zu Produkten Gewinn generieren: Das sind die Ziele dreier Kooperationsplattformen, an denen Forschende der Ruhr-Universität Bochum beteiligt sind. Sie werden dabei vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Ziel des Förderinstruments „Kooperationsplattformen“ ist es, bestehende, thematisch fokussierte sowie standortübergreifende Vernetzungen von Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in NRW mit externen Kooperationspartnern nachhaltig zu stärken und sie auszubauen.


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